Mein Name ist Carlos Creutzburg und ich bin 20 Jahre alt.
Ich bin der Meinung, dass jeder Mensch weitaus mehr erreichen kann, als er oft selber denkt und habe es mir daher zur Aufgabe gemacht, Menschen auf Ihrem Weg dorthin zu unterstützen.
Jeder Mensch hat unterschiedliche Ziele im Leben und im Sport. So möchte der Leistungssportler in seinem Sport immer und immer besser werden, während der Hobby-Sportler evtl. nur etwas professionelle Hilfe an seiner Seite haben möchte und der übergewichtige Rentner von nebenan möchte evtl. lediglich endlich wieder schmerzfrei laufen können, ohne dabei Angst haben zu müssen, sich bei einem Sturz so zu verletzen, dass er sich davon nie wieder erholen wird.
Doch eines haben diese Personen alle gemeinsam - und zwar ein Ziel. Und egal wie klein oder groß gesteckt das Ziel eines jeden auch sein mag - dem Ziel zumindest näher zu kommen, ist jedem möglich.
So hat sich auch mein Weg hin zum Sport und meiner Leidenschaft dazu ein wenig komplizierter gestaltet, als es bei den meisten anderen in meinem Job-Segment der Fall ist.
Geboren wurde ich mit einem seltenen Riesenwuchs im rechten Bein. Bereits im Alter von einem Jahr musste mein rechter Fuß amputiert werden, um mir überhaupt die Möglichkeit zu geben, Laufen zu lernen.
Mit zunehmendem Alter wurde auch mein Bein immer größer bis ich, aufgrund des reinen Volumens von ihm, ab dem Alter von zehn Jahren auf einen Rollstuhl angewiesen war.
Trotz meiner über die gesamte Kindheit hinweg eingeschränkte Bewegungsfreiheit habe ich es schon immer geliebt, mich zu bewegen und Sport zu treiben. Vom Tischtennisspielen, Schwimmen oder sogar Klettern konnte mich mein Bein nicht abhalten.
Auf kurz oder lang betrachtet, führte allerdings kein Weg an der Entscheidung vorbei, dass mein Beim als ich 13 Jahre alt war, amputiert werden musste. Zu dem Zeitpunkt wog es 47 Kilogramm und machte damit über die Hälfte meines Körpergewichtes aus.
Dies war wohl das Schlüsselereignis für meine Sport-bezogene Laufbahn. Seit diesem Tag vergeht kein Moment mehr, in dem ich nicht zu schätzen weiß, was für eine Bewegungsfreiheit ich dazu gewonnen habe.
Kurz nachdem ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde, bekam ich eine Hightech-Prothese angepasst, mit der ich sehr schnell Laufen lernte.
Ich meldete mich im Ruderverein an und probierte viele weitere sportliche Disziplinen aus, fand aber nirgendswo diese eine Sache, die mich einfach vom Hocker gerissen hätte. Bis ich mich im Alter von 16 Jahren dazu entschloss, ein Probetraining im Fitnessstudio zu machen. Schon davor habe ich angefangen einfache Kraftübungen Zuhause auszuführen, aber das genügte mir ab einem gewissen Punkt einfach nicht mehr. Und was soll ich sagen? Ich hatte den vom-Hocker-reiß Moment. Im Fitnessstudio fühlte ich mich wohl und wusste: hier will ich ab jetzt täglich herkommen.
Ohne großartiges Wissen und mit einem vom Fitnessstudio ausgestellten Trainingsplan begann ich also mein Training und erhielt auch schon kurz darauf meine Quittung.
Mit diesem, von meinem heutigen Wissensstand aus betracht, unverantwortlichem Trainingsplan habe ich mich in eine extreme Asymmetrie herein trainiert. Auch wenn ich über ein Jahr gebraucht habe, dem entgegen zu trainieren und die Asymmetrie loszuwerden, bin ich der Trainerin, die mir diesen bescheuerten Plan ausgestellt hat, fast dankbar. Ohne sie und den daraus resultierenden Folgen hätte ich wohl nicht den Entschluss gefasst, mich lieber nicht auf das gefährliche Halbwissen anderer zu verlassen, sondern mir das Wissen selber anzueignen.
Die nächsten Monate habe ich ein Fachbuch nach dem anderen verschlungen und begeisterte mich von Tag zu Tag mehr für die Komplexität der Themen Sport/Gesundheit/Fitness.
Mit 18 Jahren absolvierte ich, als Ausbau meines Wissens, eine Fitnesstrainer-Ausbildung und begann wenige Zeit später meine ersten Kunden zu betreuen. Zunächst schrieb ich lediglich Trainingspläne für meine Kunden, bemerkte aber, dass die Nachfrage nach einer Trainingsbegleitung bei den meisten ebenso vorhanden war. Also probierte ich mich als Personal Trainer aus und fand gefallen daran.
Mittlerweile habe ich Kunden aus jeglichen Alters- und Berufsgruppen, denen ich verhelfe, ihrem sportlichen Ziel näher zu kommen.
Auch Menschen mit körperlicher Einschränkung darf ich zu meinen Kunden zählen, worauf ich ganz besonders stolz bin, dass sie sich mir anvertrauen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es ist, ein wirklich ausgewogenes und gesundes Training zu führen, sofern man aufgrund einer körperlichen Beeinträchtigung nicht auf das standardisierte Basiswissen der meisten Fitness-Gurus zurückgreifen kann.
Zu sehen wie Menschen, ob körperlich eingeschränkt oder nicht, mit meiner Hilfe sichtbare und spürbare Fortschritte erzielen, bereitet mir tagtäglich Freude und gibt mir die Motivation, mich stets weiterzubilden.
Aktuell studiere ich Sportwissenschaften, habe aber längst begriffen, dass kein abgeschlossenes Studium, keine Ausbildung und kein Doktortitel ausreicht, um den gesamten Themenkomplex rund um das Thema Sport zu verstehen. Eine Erkenntnis, die wohl essenziell ist, um seinen Kunden dauerhaft eine bestmögliche Qualität bieten zu können.
Ein Personal Trainer sollte sich nicht über seinen Körper, sondern über sein Wissen profilieren.
Ich bin Carlos Creutzburg, Fitness- und Ernährungsberater aus Leidenschaft.
Ich freue mich darauf, Sie kennen zu lernen.